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Ereignisse

Jahreshauptversammlung 2009 in Tönning am 31. Oktober
Die Jahreshauptversammlung in Tönning war verbunden mit Besuch und Führung im neugestalteten Multimar Wattforumund auf Einladung des Vizepräsidenten der WSD Nord, Rolf Nolte, einem tiefen Einblick in Funktion und Arbeitsweise des Eidersperrwerks.

Besuch Multimar Wattforum
Besuch Multimar Wattforum, das einen großartigen Einblick über den Lebensraum Wattenmeer bietet.
Abtauchen in die Welt der Wale
Abtauchen in die Welt der Wale: Das Skelett eines fast 18 Meter langen Pottwals, der 1997 gestrandet ist.
Eidersperrwerk
Eidersperrwerk: WSD-Vizepräsident Rolf Nolte erläutert Funktion, Bauweise und Arbeit des Eidersperrwerks am Modell.
Die Zentrale mit Bestem Blick über die Nordsee
Umlagert: Die Zentrale mit Bestem Blick über die Nordsee. Hier schlägt das Herz des Eidersperrwerks.
Alle Fotos: Jürgen Seeck
225 Jahre Eiderkanal – 13. September 2009 in Kluvensiek
Ministerpräsident Peter Harry Carstensen Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, Schirmherr der Schleusenanlage Kluvensiek, zum 225jährigen Jubiläum des Eiderkanals: „Der Eiderkanal wird liebevoll gehegt und gepflegt, das kann man wohl sagen! Das ist das Verdienst des Canal-Vereins.“ Am 18. Oktober 1784 machten zwei Schiffe von Kiel nach Rendsburg auf dem neu erbauten Eiderkanal eine Probefahrt. Sie gelang, und das war der Beginn von 111 Jahren Schiffahrt zwischen Nord- und Ostsee quer durch Schleswig–Holstein. 225 Jahre später feierten rund 130 Gäste des Canal-Vereins am 13. September 2009, dem „Tag des offenen Denkmals“, zusammen mit Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen im Herrenhaus Kluvensiek das 225jährige Bestehen des Kanals.

An die lange Geschichte des Kanals, die gemeinsame deutsch-dänische Vergangenheit und die Bedeutung des Eiderkanals für die Geschichte Schleswig-Holsteins, aber auch für die Entwicklung des modernen Tourismus in der Region erinnerten in Grußworten Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, der dänische Generalkonsul Prof. Dr. Henrik Becker-Christensen, Landeskonservator Dr. Michael Paarmann und Canal-Verein-Vorsitzender Dr. Jürgen Rohweder. Dr. Lars N. Henningsen aus der Studieafdeling der Dansk Centralbibiotek in Flensburg gab in seinem Festvortrag einen Einblick in die Zeit und die Umstände, unter denen der Eiderkanal entstand und schlug einen Bogen zu heutigen Projekten, wie der geplanten Fehmarn-Belt-Querung.

Interessierte hatten im Anschluß die Gelegenheit, im Herrenhaus Kluvensiek eine Ausstellung zur Geschichte des Eiderkanals, die Dr. Doris Tillmann vom Kieler Stadt- und Schiffahrtsmuseum beigesteuert hatte zu sehen und anschließend die Schleusenanlage Kluvensiek unter sachkundiger Führung von Architekt Horst Krug und Bovenaus Bürgermeister Jürgen Liebsch zu besichtigen.

Architekt Horst Krug Architekt Horst Krug, der ein großes Gutachten zur Sanierung der Schleusenanlage Kluvensiek erarbeitet hat und Bürgermeister Jürgen Liebsch ( v.l.n.r rechts neben der Informationstafel) erläutern Geschichte und Zukunft der Schleusenanlage Kluvensiek.
Aus den Reden:
Begrüßung der Gäste
Begrüßung der Gäste durch den Vorsitzenden des Canal-Vereins, Dr. Jürgen Rohweder: „Der Kanal verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das macht ihn auch heute so bedeutend.“
Dr. Michael Paarmann, Chef des Landesamts für Denkmalpflege
Dr. Michael Paarmann, Chef des Landesamts für Denkmalpflege: „Ich nutze die Gelegenheit gern, Ihnen, lieber Herr Rohweder und Ihren Mitstreitern, Dank zu sagen für Ihr Engagement um den Erhalt des Alten Eiderkanals, insbesondere der beeindruckenden Kanalschleusen, die zu den frühesten technischen Denkmalen unseres Landes zählen.“
Ministerpräsident Peter Harry Carstensen
Ministerpräsident Peter Harry Carstensen: „Ich weiß, es gibt hier in Kluvensiek einen breiten Konsens, dass auch die Schleuse selbst restauriert werden soll. Noch immer fehlen die finanziellen Mittel, um zur Tat zu schreiten. Aber schon jetzt haben Sie und Ihr Canal-Verein Großes geleistet. Sie engagieren sich für ein Stück schleswig-holsteinische Geschichte und das ist aller Ehren wert!“
Generalkonsul Prof. Dr. Henrik Becker-Christensen
Generalkonsul Prof. Dr. Henrik Becker-Christensen.“ ich möchte uns allen zum 225-jährigen Jubiläum des Eiderkanals gratulieren. Das ist eine von den vielen Sachen, die uns in einem dänisch-schleswig-holsteinischen Zusammenhang aneinander binden, und auf die wir mit Freude und – aus verkehrspolitischer Sicht – auch einem gewissen Stolz zurückblicken können. Ich hoffe, dass es möglich werden wird, die vorhandenen Teile des Eiderkanals als ein Andenken daran zu erhalten und zu restaurieren.“
Dr. Lars N. Henningsen
Dr. Lars N. Henningsen: „Kurz und gut: Der Eiderkanal ist heute ein Denkmal. Er fordert uns zum Nachdenken auf, denn aus den Problemen von damals – z. B. Kostenberechnung, Schwierigkeiten beim Erstellen von Prognosen, die Vor- und Nachteile staatlichen und privaten Unternehmertums – können wir heute vielleicht einiges lernen. Aber er lässt uns auch über die immer größer werdenden Dimensionen von Verkehrsprojekten nachdenken. … „Denkmäler wie dieses geben uns die Chance, klüger und umsichtiger zu werden. Deshalb müssen wir denjenigen zutiefst danken, die die alten Denkmäler für die Nachwelt gesichert haben. Wir müssen hoffen, dass es immer Menschen und Behörden geben wird, die sich für die Bewahrung alter Denkmäler einsetzen.“
Musik vom Gottorfer Hof
Musik vom Gottorfer Hof: Simone Eckert, Viola da Gamba | Ulrich Wedemeier, Laute
Alle Fotos: Christian Rohweder/cr.pix
Schleusenfest auf der Schleuse Rathmannsdorf am 14. September 2008
Schautafeln und Monitorpräsentation im Zelt. (Foto: Seeck)
Schautafeln und Monitorpräsentation im Zelt. (Foto: Seeck)
Über 300 Besucher konnte der Canal-Verein am „Tag des offenen Denkmals“ auf der Schleuse Rathmannsdorf zählen. Sie bestaunten die mächtigen Reste der Schleusentore, die bei der Restaurierung der Schleuse in den 80er Jahren geborgen wurden, und sie informierten sich im Informationspavillon über die Geschichte des Eiderkanals und die Arbeit des Canal-Vereins an vielen Schautafeln mit historischen Stichen, Gemälden, alten Fotos und Erläuterungen zur Geschichte und Technik des Eiderkanals. Eine ausführlichen Präsentation am Monitor gab Auskunft über die Enstehungsgeschichte des Kanals, seine Baukosten, seine Schleusen und ihre Funktionsweise, über Schiffahrt und Schiffbau und auch über den volkswirtschaftlichen Nutzen des ersten Kanals der Welt, den seegehende Schiffe benutzen konnten. Erläuterungen auf der Schleuse. Im Hintergrund die Reste des Schleusentore. (Foto: Seeck)
Erläuterungen auf der Schleuse. Im Hintergrund die Reste des Schleusentore. (Foto: Seeck)
Vorstands- und Beiratsmitglieder des Vereins standen 6 Stunden lang Rede und Antwort auf die vielen interessierten Fragen der Neugierigen, die das gute Wetter und eine breite Öffentlichkeitsarbeit des vereins an die Schleuse Rathmannsdorf gelockt hatten. Die Reste der Schleusentore geben einen Eindruck von der mächtigen Bauweise der ehemaligen Tore. (Foto: Seeck)
Die Reste der Schleusentore geben einen Eindruck von der mächtigen Bauweise der ehemaligen Tore. (Foto: Seeck)


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